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Interview

Die Repräsentantin der Hebräischen Universität in Deutschland, Dorit Brandwein-Stürmer, und die Geschäftsführerin der Freunde der Hebräischen Universität in Deutschland, Maya Zehden, im Interview mit David Dambitsch am 15. 08. 2014 im Deutschlandfunk Köln in der Sendung "Schalom - Jüdisches Leben heute": KLICKEN SIE HIER ZUM ANHÔREN (Dauer: 6.59 Minuten)

 

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DEUTSCHLANDFUNK KÖLN         

SCHALOM – Jüdisches Leben heute

 „Studenten im Krieg“

Die Hebrew University Jerusalem

Autor : David Dambitsch

Redaktion : Micha Guttmann

 

Moderator:

Die Hebräische Universität Jerusalem ist die bedeutendste  Universität im Nahen Osten. Sie ist älter als der Staat Israel selbst und geht zurück auf die Ideen von Albert Einstein, Martin Buber und Sigmund Freud. In diesem Jahr sind 22 000 Studenten aus 73 Ländern an der Uni eingeschrieben. Die Rothberg International School bietet zahlreiche Möglichkeiten für Interessierte aus aller Welt in Jerusalem zu studieren. David Dambitsch berichtet wie in diesem Jahr die Planungen für das Wintersemester 2014/ 2015 anlaufen.

 

0-Ton, TAKE I, Maya Zehden, Geschäftsführerin Freunde der HUJ

„Jetzt zum Beispiel während der Phase des Krieges und dieser Schutz-linie-Operation, sind viele der Studenten auch an die Front gerufen worden.“

 

Autor:

Maya Zehden leitet die Geschäftsstelle der Freunde der Hebräischen Universität in Deutschland. Weil in Israel praktisch jede junge Frau mindestens zwei Jahre und jeder junge Mann drei Jahre Dienst bei den Streitkräften ableisten muss, sind die israelischen Studenten an der Hebräischen Universität Jerusalem in der Regel älter als hierzulande. Oft erarbeiten sie sich ihr Studium selbst. Die Freunde der Hebräischen Universität unterstützen deshalb einen Aufruf.

 

0-Ton, TAKE II, Maya Zehden, Geschäftsführerin Freunde der HUJ

„Dass man für die Studenten die im Augenblick keine Sommerarbeit machen können, um die Universität wieder vorzubereiten, zu finanzieren, oder für die Studenten die sich jetzt erst anmelden wollen um im nächsten Jahr zu studieren, dass man für die einen Fonds schon jetzt aufgelegt hat, damit sie wenn sie in die Uni dann kommen, keine finanziellen Sorgen haben. Also sie wollen im Prinzip jedem Studenten der da im Krieg tätig war, 1000 Dollar zur Verfügung stellen als Kompensation für die Dinge die ihnen entgangen sind.“

 

Autor:

Über die Homepage der Freunde der Hebräischen Universität – www.fhuj.de - kann man Näheres erfahren.

Auch für Studenten aus dem Ausland, die an der Rothberg International School ein Sommerprogramm absolvieren wollen oder für ein Jahr bzw.

Autor:

das Masterstudium oder die Doktorarbeit nach Jerusalem kommen wol-len, gibt es Hilfen. Wer kein Stipendium bekommt, kann sich an die Alumni, die Ehemaligen, wenden: Sie geben erste Orientierung dabei, sich einzuleben. Dorit Brandwein  Stürmer repräsentiert die HUJ in Deutschland.

 

0-Ton, TAKE III, Dorit Brandwein Stürmer, Repräsentantin HUJ

„Die Uni ist offen. Wir haben Studenten – Moslems, Christen, Juden. Die meisten, die, die kommen, die Muslime, werden israelische Araber sein von Jerusalem. Weniger oder fast nicht von Judäa und Samaria, von Westbank, weil das ist nicht unser Problem, ist mehr ihr Problem, wie das in ihrer Gesellschaft. Aber es war schon bessere Zeiten, wo wir haben auch enge Zusammenarbeit mit andere Universitäten gehabt.“

 

Autor:

Mit deutschen Universitäten kooperiert die Hebräische Universität schon lange.

 

0-Ton, TAKE IV, Dorit Brandwein Stürmer, Repräsentantin HUJ

„Wir sind sehr stark in die life sciences, sehr stark in Biotechnologie, Gehirnforschung, Pharma, Agrikultur – wir sind die einzige Schule Agrikultur in Israel. Wir haben die größten Islamstudien in dem ganzen Nahen Osten. Wir haben sehr viel auch die verschiedenen Religionen. Eigentlich alles. Ich kann nicht sagen, dass in allem wir sind Nummer Eins, aber in vielem: In Gehirnforschung eine von den besten in der Welt. Und wir haben jetzt auch da eine sehr enge Beziehung zu Deutschland – ein Max Planck-Zentrum in unserem Institut für Gehirnforschung. Und es sieht aus, dass die Beziehung und die Zusammenarbeit ist unglaublich fruchtbar.“

 

Autor:

Zum Beispiel bei der Bekämpfung einer Erkrankung, die weltweit zu mehr Arbeitsunfähigkeit führt als Krebs, Aids und Herz-Kreislauferkran-kungen zusammen. Professor Raz Yirmiya und sein Team haben nämlich herausgefunden wie Stress zur Depression führt, welche Gehirnzellen betroffen sind und was dagegen helfen kann. Dorit Brandwein Stürmer nennt die Voraussetzungen, die man mitbringen muss, um an der HUJ angenommen zu werden.

 

0-Ton, TAKE V, Dorit Brandwein Stürmer, Repräsentantin der HUJ

„Man muss Abitur haben, und da gibt es verschiedene Examen vorher.

Die Uni hat hohen Standard. Ich denke, wenn man kommt für ein Som-

merprogramm ist anders, als wenn man für ein Jahr oder vier Jahre,

0-Ton, TAKE V, Dorit Brandwein Stürmer, Repräsentantin der HUJ

wenn man möchte später weiter für Master. In die internationale Schule unterrichtet man auf Englisch. Ich weiß, dass manchmal war auch auf Deutsch im Sommer. Wenn wir haben Studenten, werden wir versuchen, dass das Programm wird auch passen.“

 

Autor:

Maya Zehden ergänzt:

 

0-Ton, TAKE VI, Maya Zehden, Geschäftsführerin Freunde der HUJ

„Die Universität ist eine wirkliche Familie, so wie ich mit Studenten vor Ort sprechen konnte, sind sie sehr familiär. Da das Land so klein ist, glaube ich, gibt es auch einen speziellen Bezug der Studenten letzt- endlich zu diesem Land. Also das ist etwas anderes, als wenn man in Amerika studiert oder in Deutschland. Da ist ja die Vielfalt der Universi-täten viel größer. Hier ist alles konzentriert auf kleinem Raum. Ich glaube, die Studenten, die aus weiter Ferne kommen, schätzen das auch, weil das auch für sie auch einfacher zu bewältigen ist.“

 

Autor:

Bei der Gründung der Universität 1925 wurde allerdings auf jeden Fall mehr deutsch gesprochen als heutzutage.  Dorit Brandwein Stürmer.

 

0-Ton, TAKE VII, Dorit Brandwein Stürmer, Repräsentantin HUJ

„Viele sind gekommen aus Heidelberg, Professoren, deswegen hat man das auch „Heidelberg on the Hill“ genannt. Die Idee war auch, das am Anfang vielleicht auf Deutsch zu unterrichten. Die Hebräische Universität, das war Hin und Her. Und am Ende haben sie gedacht: Wird auf Hebräisch. Aber viele haben viele Jahre noch auf Deutsch  unterrich- tet, und ein Professor, das war ganz bekannt, seine ganze Karriere hat das und man hat ihn gefragt nach so vielen Jahren: Schämen Sie sich nicht, dass Sie noch auf Deutsch unterrichten?! Und er hat gesagt: Ja, schäme ich mich, aber ist viel leichter mich zu schämen als Hebräisch zu lernen.“

 

Moderator:

Die Hebräische Universität Jerusalem – Sie hörten einen Beitrag von David Dambitsch. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der Hebräischen Universität Jerusalem unter www.huji.ac.il

 

 

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